Thread - Johann Gottlieb Graun, Flötenkonzerte

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Johann Gottlieb Graun, Flötenkonzerte ⟨User:Notenschreiber [#6963]

Hallo, ich wollte Sie um Rat bezüglich zweier Konzerte fragen. Diese sind für eine "flauto terzetto" geschrieben, welche den selben Tonumfang wie eine Altblockflöte hat, allerdings wohl eine Querflöte ist. Leider habe ich nichts weiter über dieses Instrument herausfinden können. In den Abschriften der Badischen Landesbibliothek sind beide Flötenstimmen von F-Dur nach D-Dur transponiert worden, was meiner Meinung nach die These Querflöte unterstützt. Eines dieser Konzerte ist bereits in einer modernen Partitur (für Altblockflöte hier: Recorder Concerto in F major, GraunWV Cv:XIII:129 (Graun, Johann Gottlieb). Muss die entsprechende Partitur dann in den Arragementtab verschoben und die Seite umbenannt werden? Dann wäre das Werk schwierig zu finden für die, die es schon unter dem Namen Recorder Concerto kennen. Wie bereits angedeutet scheint keine Umarbeitung nötig zu sein um diese Konzerte auf der Blockflöte zu spielen.

Sollen eigentlich die Kategorie Graun, Johann Gottlieb auf das GraunWV umgestellt werden (soweit möglich), dann würde ich mich bei gelegenheit daran machen.

Viele Grüße und schon im Voraus vielen Dank für Ihre Hilfe

Posted at 16:21, 23 April 2014 by Quisum
Edited at 16:37, 23 April 2014 by Quisum

Ich denke, Sie haben völlig Recht, mit "Terzflöte" ist wahrscheinlich eine Querflöte mit dem tiefsten Ton f gemeint. Nun ist ja oft beim Gebrauch des Wortes "Flöte" in der alten Literatur nicht ganz klar, welche Art von Flöte gemeint ist. Da die Terzflöte als Querflöte für Nichtspezialisten praktisch nicht mehr existent ist, scheint der Gebrauch einer Altflöte logisch, natürlich nicht imm Sinne einer historischen Aufführungspraxis. Notenausgaben sind aber eher für eine breitere Öffentlichkeit gedacht, sonst lohnt sich das ja nicht. Ich würde daher kein "Arrangement" daraus machen und die Altblockflöte gelten lassen. Die Sache mit dem GraunWV kam dadurch auf, dass ich bemüht bin, nach und nach den "Schrank2" bei IMSLP einzubringen. Da kann es leicht passieren, dass man Werke doppelt einstellt. Daher sollten möglichst überall, so weit das geht, die GraunWV Nummern verwendet werden. Wenn Sie dabei helfen wollen, ist das natürlich willkommen. Viele Grüße auch von mir.

Posted at 20:59, 23 April 2014 by Notenschreiber (administrator)

Cesare e Cleopatra ist bei beiden Graun-Brüdern vorhanden. Karl Heinrichs hat allerdings noch eine Arie: Cesare e Cleopatra, GraunWV B:I:7 (Graun, Karl Heinrich) und Cesare e Cleopatra (Graun, Johann Gottlieb). Vielleicht werden noch weitere Werke doppelt geführt. RISM nennt auch öfter beide. Feduol hat inzwischen das Recorder Concerto zum Flute Concerto gemacht und die entsprechenden Stimmen hochgeladen. Dabei sind die Blockflötenstimmen in den Arragementtab gewandert. Viele Grüße

Posted at 08:40, 24 April 2014 by Quisum

Die Ouverure zu Cesare e Cleopatra ist von Karl Heinrich Graun, ich hab da wohl nicht aufgepasst und werde Carolus bitten, die Seite zu löschen, danke für den Hinweis. Die "Flute Concert" Lösung ist vielleicht die sauberere. Man sollte dann die Blockflötenfassung über den Category Walker (CW) finden können. Wie gut der CW funktioniert, hängt natürlich entscheidend von den Tags ab. Da ist mir nun bei diesem Konzert aufgefallen, dass man es "soloistisch" aufgefasst hat, "for 3 players, continuo" z.B. Mir scheint das falsch, das sind doch richtige Flötenkonzerte mit Streichorchesterbegleitung, halt ohne Bratsche. Was meinen Sie?

Posted at 09:19, 24 April 2014 by Notenschreiber (administrator)
Edited at 10:42, 24 April 2014 by Notenschreiber (administrator)

Ich kenne mich bei solchen Fragen nicht wirklich aus. Ich würde aber annehmen, dass sowohl eine kleine chorische als auch eine solistische Besetzung möglich ist. Immerhin wurden auch die Soli klassischer Klavierkonzerte teilweise solistisch begleitet. Es gibt ein weiteres solches Konzert, vielleicht sollten wir warten bis dieses getagt wurde. Kennen Sie die CDs von Arthur Schoonderwoerd, der spielt die Beethoven Klavierkonzerte mit 2 Geigen( insgesamt),2 Bratschen, 1 oder 2 Celli und Bass (und Bläser wie von Beethoven verlangt); er behauptet, dass es dafür auch belege gäbe was die Aufführung in kleinen Räumen angeht. Ist vielleicht auch eine frage von lokaler Ensemble/Orchestergröße. P.S.: Ich habe inzwischen soweit wie möglich alles zum GraunWV umgeändert.

Posted at 10:16, 24 April 2014 by Quisum
Edited at 10:18, 24 April 2014 by Quisum

Es kommt eigentlich nicht darauf, wie man es noch sinnervollerweise spielen kann, sondern wie die Komposition gedacht war. Und da bin ich mir eigemtlich ziemlich sicher: Soloflöte und eine kleine Streicherbesetzung. Bei Rism steht die Flöte auch als Soloinstrument. Die YouTube Aufnahme kennen Sie wahrscheinlich: http://www.youtube.com/watch?v=bL8wJx964wc.

Posted at 10:57, 24 April 2014 by Notenschreiber (administrator)

Wie die Komposition gedacht war wird wohl schwierig herauszufinden sein, aber ich werde mich einer solchen Änderung nicht in den Weg stellen. OffTopic: ich will wenn die Abiklausuren durch sind die Parierser Quartette setzten, Nr7 etc. Kann ich das irgendwo anmelden, damit nicht zwei Leute das machen? Viele Grüße

Posted at 11:10, 24 April 2014 by Quisum

Man könnte auf der "Wishlist" einen Vermerk machen, so wir das damals gemacht haben, als ich Stimmauszüge zu den ersten 7 Streichersinfonien von Mendelssohn gemacht habe, die stehen da noch.

Posted at 11:24, 24 April 2014 by Notenschreiber (administrator)

Danke, das werde ich versuchen.

Posted at 11:43, 24 April 2014 by Quisum
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