3 Gesänge, Op.123 (Loewe, Carl)

Free public domain sheet music from IMSLP / Petrucci Music Library

(Redirected from Die Uhr (Loewe, Carl))
Jump to: navigation, search

Contents

Music Files

Voice and Piano

3. Die Uhr

German

 Piano score
#05865 - 1.36MB - 3 pages - Scan Quality: No ratings yet - V/V/V

PDF file, Scanned by Keller, Klaus-Dieter
Uploader: Keller, Klaus-Dieter (10 May 2007)

Editor:

Linder, August

Publisher Info.:

From the collection Deutsche Weisen by August Linder.
Stuttgart: Albert Auer's Musikverlag, n.d. Plate A. 30 A.

Copyright:

Public Domain

Misc. Notes:

Highest note is melody

Add a file to this page
Add multiple files to this page
Upload from external sources: Sibley, FTP

Commercial Recordings

General Information

Work Title 3 Gesänge
Alternative Title 3 Songs
Composer Loewe, Carl
Opus/Catalogue Number Op.123
Number of Movements/Sections 3
Librettist 1. Oscar von Redwitz-Schmölz

2. Eduard Mörike (1804-1875)
3. Seidl, Johann Gabriel (1804-1875)

Language German
Genre Lieder
Piece Style Romantic
Instrumentation Voice and Piano
Discuss this piece


Misc. Comments

Sections

  1. Sängers Gebet Lyrics and translations
  2. Trommelständchen Lyrics and translations
  3. Die Uhr Lyrics and translations

Lyrics

3. Die Uhr

Ich trage, wo ich gehe,
Stets eine Uhr bei mir,
Wieviel es geschlagen habe,
Genau seh ich an ihr.

Es ist ein großer Meister,
Der künstlich ihr Werk gefügt,
Wenngleich ihr Gang nicht immer
Dem törichten Wunsche genügt.

Ich wollte, sie wäre rascher
Gegangen an manchem Tag;
Ich wollte, sie hätte manchmal
Verzögert den raschen Schlag.

In meinen Leiden und Freuden,
In Sturm und in der Ruh',
Was immer geschah im Leben,
Sie pochte den Takt dazu.

Sie schlug am Sarge des Vaters,
Sie schlug an des Freundes Bahr,
Sie schlug am Morgen der Liebe,
Sie schlug am Traualtar.

Sie schlug an der Wiege des Kindes,
Sie schlägt, will's Gott, noch oft,
Wenn bessere Tage kommen,
Wie meine Seele es hofft.

Und ward sie auch einmal träger,
Und drohte zu stocken ihr Lauf,
So zog der Meister immer
Großmütig sie wieder auf.

Doch stünde sie einmal stille,
Dann wär's um sie gescheh'n,
Kein and'rer als der sie fügte,
Bringt die Zerstörte zum Geh'n.

Dann müßt ich zum Meister wandern,
Der wohnt am Ende wohl weit,
Wohl draußen jenseits der Erde,
Wohl dort in der Ewigkeit!

Dann gäb' ich sie ihm zurücke
Mit dankbar kindlichem Fleh'n:
Sieh', Herr, ich hab nichts verdorben,
Sie blieb von selber steh'n.

Personal tools
Donate via Paypal