IMSLP:Bildkonvertierung

Hier erklären wir Ihnen, wie man Bilder in geringer Auflösung und/oder farbige Bilder von Noten von IMSLP oder anderen Quellen im Netz (z.B. BSB) in hoch auflösende monochrome Bilder umwandelt.

Contents

Schritt 1: Erzeugen einer Bildersammlung aus einer PDF-Datei

Sie können diesen Schritt überspringen, wenn Sie bereits aus der PDF-Datei Bilder extrahiert haben oder die Noten schon als Bilder vorliegen.

Prozedur 1

Installieren Sie ImageMagick, pdftk und Ghostscript.
Verwenden Sie nun folgenden Code: pdftk yourpdfscore.pdf burst output p%1d.pdf
Dies erzeugt folgende Dateien: p1.pdf, p2.pdf etc. Es kann vorkommen, dass der Vorgang fehlschlägt, weil die Datei beim Erzeugen gesperrt wurde. In diesem Fall versuchen Sie eine der empfohlenen Methoden für sogenannte IMSLP:Gesperrte_PDFs.
Um die Dateien in das jpg-Format zu konvertieren, erzeugen Sie eine Batch-Datei die pdf2jpg.bat heißt und folgenden Inhalt hat:
FOR /L %%A IN (%2,1,%3) DO magick -quality 100%% -density %1 p%%A.pdf p%%A.jpg
und tippen Sie pdf2jpg <density> 1 <last page number> Die Auswahl der richtigen Dichte (density) bedarf etwas Übung. Vergrößern Sie stark eine Note der PDF- und einer JPG-Seite und finden sie die passende Dichte, so dass sie gleich aussehen.

Prozedur 2

Tippen Sie pdfimages -png yourpdfscore.pdf p . Dies erzeugt Seiten im Format p-001.png, p-002.png etc. Hier besteht keine Notwendigkeit die Dichte anzugeben. Ersetzen Sie jpg in jeder Prozedur in Schritt 2 durch png oder konvertieren Sie die pngs zu jpg mit imagemagick.

Schritt 2: Konvertieren in hochauflösende Schwarz-Weiß-Bilder

Prozedur 1

Um Bilder von Partituren, die Sie im Internet gefunden haben (z.B. BSB) in hochauflösende Schwarz-Weiß-Bilder zu konvertieren, ist es empfehlenswert einen Bildkonverter wie z.B. IrfanView zu verwenden (kostenlose Software herunterladen und installieren). Diese Software bietet eine Stapelverarbeitung an, was bedeutet, dass Sie eine große Anzahl von Bildern automatisch mit identischen Parametern umwandeln können. Anstatt einfach nur einzelne Pixel in der Größe zu verändern nutzt es einen Lanczos-Filter, der zu einer besseren Auflösung führt (statt lediglich größerer Pixel).

Arbeiten mit IrfanView

Im Menü 'Datei' (File), öffnen Sie bitte 'Batchkonvertierung/Unbenennung...'
IrfanView BatchConversion.jpg

Hier können Sie den Ordner auswählen, der die Originalbilder der Partitur enthält und dann noch einen Zielordner für die konvertierten Bilder.

Nutzen Sie im Einstellungsfenster die Funktion 'Spezialoptionen aktiv' und klicken dann auf den Button 'Setzen' und die gewünschten Einstellungen für alle Bilder vorzunehmen (z.B. Größe ändern - dabei sollte immer der Haken bei 'Resample-Funktion verwenden' für eine besser Qualität gesetzt werden); ansonsten bekommen Sie lediglich eine größere Datei ohne Qualitätsgewinn.

IrfanView ImageSettings.jpg

Schließlich stellen Sie noch beim Zielformat TIF ein und wählen anschließend bei den Optionen 'TIFF CCITT Fax 4' Komprimierung. Das wandelt das Bild automatisch in ein Schwarz-Weiß-Bild um, da das Format nur schwarze und weiße Pixel erlaubt.

IrfanView TIFFsaveOptions.jpg

Prozedur 2

Mit Imagemagick: Erstellen Sie eine Batch-Datei mit folgendem Namen: jpg300.bat welche folgenden Inhalt hat:
FOR /L %%A IN (%1,1,%2) DO magick p%%A.jpg -filter lanczos -resize 300%% p%%A.jpg
und geben dann folgendes ein: jpg300 1 <letzte Seitennummer>.
Passen Sie 300%% gemäß {600 geteilt durch die geschätzte Dichte des Originalbildes} an.

Beschneiden Sie die Ränder und löschen Sie mit Irfanview eventuelle Bleistifteinträge. Richten Sie die Seiten mit Irfanview oder Imagemagick gerade aus falls notwendig.

Erstellen sie eine Batch-Datei mit dem Namen jpg2tif.bat mit dem Inhalt:
@FOR /L %%A IN (%2,1,%3) DO (magick p%%A.jpg -compress group4 -threshold %1%% p%%A.tif)
und geben Sie folgendes ein: jpg2tif <Schwellenwert> 1 <letzte Seite>. Den richtigen Schwellenwert zwischen 1 und 100 zu finden bedarf etwas Zeit.

Schritt 3: Zusammenfügen der TIF-Dateien zu einer einzigen PDF-Datei

Verwenden Sie eine der Prozeduren Nr. 1-5/6 welche auf der Seite Partituren scannen erklärt werden.